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Leichter Hochnebel umgibt die Burg Trifels, sie wirkt wie ein großes Schiff aus der Perspektive.

Leichter Hochnebel umgibt die Burg Trifels, sie wirkt wie ein großes Schiff aus der Perspektive.

Leichter Hochnebel umgibt die Burg Trifels, sie wirkt wie ein großes Schiff aus der Perspektive.

Wanderung am 7.11.2020, der Wald hatte noch schöne Herbstfarben.

Die Höhenburg Trifels steht auf einem dreifach gespaltenen Buntsandsteinfelsen, der 145 m lang, 40 m breit und 50 m hoch ist und die Kuppe des 494 m hohen Sonnenbergs bildet.

Von dieser steinernen Basis stammt der Name Trifels, was „dreifacher Fels“ bedeutet.

Der Sonnenberg ist ein typischer oben abgeflachter Fels im Wasgau, der aus dem Südteil des Pfälzerwaldes und dem östlichen Teil der Nordvogesen besteht.

Die ältesten heute noch sichtbaren Teile der Burg stammen aus dem 11. Jahrhundert. Die das heutige Bild prägenden Bauwerke sind aber noch nicht einmal siebzig Jahre alt.

1841 leitete das Königreich Bayern, zu dem die Pfalz seit 1816 gehörte, erste Sanierungsmaßnahmen ein. 1866 wurde der Trifelsverein gegründet, der fortan weiteren Steindiebstahl verhinderte.

Auch die Machthaber in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) fanden Gefallen am Trifels und bauten ihn ab 1938 wieder auf.

Da über den mittelalterlichen Bauzustand der Burg trotz einer vorausgehenden Ausgrabungskampagne wenig in Erfahrung zu bringen war, wurde der Palast nach Plänen von Rudolf Esterer im Stil süditalienischer Kastellburgen der Stauferzeit nach dem Konzept der sogenannten „Schöpferischen Denkmalpflege“ als neu geschaffene „nationale Weihestätte“ gestaltet.

Hierbei ging es den Nationalsozialisten nicht um eine möglichst realistische Rekonstruktion, sondern um eine Glorifizierung der deutschen Geschichte und die eigene Legitimierung. Die weitgehend freie Neuschöpfung sollte durch die Verbindung traditioneller und moderner Stilelemente die „Verbundenheit des Dritten mit dem Ersten Reich zum Ausdruck bringen.“

In diesem Zusammenhang ist auch der große über zwei Stockwerke reichende „Kaisersaal“ zu sehen, den es in dieser Form auf dem mittelalterlichen Trifels nie gegeben hat.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Arbeiten für gut zehn Jahre eingestellt. Die endgültige Sanierung der Burg zog sich von 1954 bis in die 1970er Jahre hin. Sie wurde immer wieder durch weiteren Verfall der Bausubstanz sowie durch Geldknappheit verzögert.

1966 wurde der Hauptturm mit neuem Obergeschoss auf insgesamt 32 m Höhe aufgestockt und ist seither über zwei getrennte innere Treppenaufgänge als Aussichtsturm besteigbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsburg_Trifels

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