Diana V. P.


Premium (World), Hattenhofen/BW.

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris).

Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) ist eine Pflanzen-Art aus der Gattung der Knabenkräuter (Orchis) in der Familie der Orchideengewächse.


Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern, gelegentlich werden kräftige Exemplare auch bis über 60 Zentimeter hoch. Der ährige Blütenstand trägt etwa zehn bis 50 Blüten. In der Aufblühphase ist er kegelförmig, während der Hochblüte zylindrisch geformt.


Die Blütezeit dieser Art beginnt im Mittelmeergebiet bereits im Februar, in Mitteleuropa an wärmebegünstigten Standorten oft schon Ende April, in der Regel beginnt sie Anfang Mai. Die Blütezeit endet in höheren Lagen zum Ende des Juni hin.


Deutschland:
In Deutschland ist das Helm-Knabenkraut am stärksten in der Südhälfte bis ins südliche Niedersachsen verbreitet, selten ist es in Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Weiter nördlich gibt es nur noch wenige Nachweise. Etwas isoliert liegt ein weiteres Verbreitungsgebiet in Brandenburg. Als kalkliebende Art kommt es zum Beispiel im Bayerischen Wald und im zentralen Schwarzwald nicht vor.


Wie alle in Europa vorkommenden Orchideenarten steht auch das Helm- Knabenkraut unter strengem Schutz europäischer und nationaler Gesetze.

Rote Liste Deutschland: 3
Rote Liste Bundesländer: Baden-Württemberg: V, Bayern: 3, Brandenburg: 2, Hessen: 3, Niedersachsen: 2, Mecklenburg-Vorpommern: 1, Nordrhein-Westfalen: 2, Rheinland-Pfalz: 3, Saarland: 3, Sachsen: 1, Sachsen-Anhalt: 3, Thüringen: 3.

In den übrigen Bundesländern wurde diese Art bislang nicht nachgewiesen.

Trotz des relativ großen Verbreitungsgebiets ist das Helm-Knabenkraut in vielen Gebieten gefährdet. Wildschweine haben die Knollen als Leckerbissen entdeckt und können große Flächen auf der Suche nach den Knollen umgraben. Verbuschung und Nutzungsänderung der Biotope führt seit geraumer Zeit zur Vernichtung vieler Lebensräume. Durch die Fähigkeit Sekundärstandorte zu besiedeln, ist diese Art noch nicht so stark gefährdet wie es bei verschiedenen anderen Orchideen (z. B. Brandknabenkraut) der Fall ist.

Im Jahr 1993 wurde das Helmknabenkraut vom Arbeitskreis Heimischer Orchideen (AHO) in Deutschland zur Orchidee des Jahres erklärt, um auf die Problematik der Zerstörung der Biotope aufmerksam zu machen.

Quelle: Wikipedia

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Unterwegs im NSG Wasserberg-Haarberg-Weigoldsberg-Dalisberg/Reichenbach im Täle/Lkr. Göppingen.
Beide Bilder vom 20.06.2016


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