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Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen - September 2022

Im Jahr 961 wurde durch Königin Mathilde ein Kanonissenstift gegründet. Von dem damals errichteten Kirchenbau sind bislang keine Reste bekannt geworden. Offenbar wurde der Bau jedoch in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts verändert, wahrscheinlich auch erweitert. Von diesen Umbauten erhalten geblieben sind die Unterbauten der Osttürme und die Krypta. 1220 wurde das Damenstift in ein Chorherrenstift umgewandelt. Um 1250 wurde die Kirche wiederum umgebaut. Sie erhielt vor allem einen neuen, frühgotischen Chor mit einem Zyklus von Stifterfiguren.
1524 beschloss der Rat der Stadt die Einführung der Reformation. In der Folgezeit wurden alle Pfarr- und Klosterkirchen der Stadt lutherisch und ihr Besitz ging in städtische Verwaltung über – mit der einzigen Ausnahme des Heilig-Kreuz-Stifts, das bis 1810 als katholische Körperschaft fortbestand.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg setzte eine Verarmung des Domstifts ein, sodass man 1675 das Nordhäuser Kreuzreliquiar nach Duderstadt verkaufte. Erst zur Tausendjahrfeier der Stadt Nordhausen 1927 bekam der Dom wieder eine Kreuzreliquie.

1810 wurde im Zuge der Säkularisation das Stift aufgehoben und die zugehörige Kirche zu einer Pfarrkirche.

Bei dem britischen Luftangriff auf Nordhausen am 4. April 1945 erlitt auch der Dom durch Brandzerstörung des Steildaches über der Halle und Vernichtung der Fenster erhebliche Bauschäden. Er erhielt nach Kriegsende ein Notdach. Ab 1965 wurde das Steildach in alter Form wiederhergestellt.[2]

In den 1970er Jahren wurde der Kircheninnenraum saniert. Die Instandsetzung des Bauwerks an sich erfolgte in den 2000er-Jahren und wurde 2008 abgeschlossen.

Cafe Sahne
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Kranichstraße
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Dorfgemeinschaftshaus Zur Schänke
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Ich wünsche Euch einen schönen und erholsamen Sonntag.

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