Annette He


Premium (Complete), Süddeutschland

Menschen in China [8] - Der Metzger

Die nächste Stadt und somit der nächste Supermarkt sind meilenweit weg. Auf dem Markt bekommt man alles, was man für das tägliche Leben braucht. Fleisch wird lebendig angeboten. Wie z.B. Enten und Hühner. Die größeren Tiere wie dieses Schwein sind schon geschlachtet. Eine Kühlung gibt es nicht. Zum Glück ist Winter, es ist ziemlich kalt und somit sind keine Fliegen da. Das halbe Schwein liegt auf einem alten auseinandergefalteten Pappkarton, Gummihandschuhe kennt der Metzger nicht, dafür raucht er genüßlich, während er seinem Tagwerk nachgeht. Jedem deutschen Lebensmittelkontrolleur würden wohl die Haare zu Berge stehen. Wir haben später gar nicht nachgefragt, wo unser Essen hergekommen ist. Aber natürlich konnten wir es uns denken.

Menschen in China [7] - Die Pause
Menschen in China [7] - Die Pause
Annette He

Commenti 39

  • P. Weber 11/09/2017 18:10

    Es ist schon recht mutig von dir, solche Bilder hier zu zeigen ... der Aufschrei war absehbar! Hier wurde sicher eine sozial verträgliche Haltung und ebenso eine halbwegs humane Schlachtung eingehalten, nehme ich mal an. Es ist einfach nur anders als bei uns ... Ich habe kein Problem damit, aber die meisten Leute essen leidenschaftlich gern Fleisch, nur wollen sie nicht wissen, wie es in die Theke kommt.
    Weder von der Haltung, noch von der Schlachtung.
    Ich kenne noch die Hausschlachtung ... im Freien auf dem Hof ... wir Kinder mussten immer das Blut im Eimer rühren, bis der Fleischer soweit war und es verarbeiten konnte ... wir standen artig in einer Reihe und waren froh wenn wir ein zweites oder drittes Mal dran waren, denn gerinnen durfte es ja nicht ...
    Fast bin ich geneigt mir hier etwas Farbe in die Szene zu wünschen ;-)))
    Die Schärfe hast du perfekt gesetzt, einzig die Stange links stört etwas ... aber nur etwas ...
    Bin gespannt, wie die weiteren Reaktionen auf deine Serie ausfällt.
    LG Petra
  • Beim Lùkes 06/09/2017 18:39

    räuchern hat eine lange tradition, gruß peter
  • Andreas E.S. 29/08/2017 22:59

    Ich komme erst jetzt zu diesem Bild und finde es zum Teil sehr arrogant, was die Leute über diese Art der Schlachtung denken. Ich bin sicher, dass das Fleisch von diesem Schwein besser ist, als das großartig gelobte aus dem Supermarkt. Denn diese Schweine sind oft unter den schlimmsten Qualen und mit Medzin vollgestopft in der Massentierhaltung aufgewachsen. Wir kennen das ja zu deutlich von den Aufnahmen aus der elenden Schweinehaltung unserer neuen Landwirtschaftsministerin in NRW. In China hatten die Schweine eher ein besseres Leben. In meiner Jugend kenne ich noch die Schweineschlachtung von einem Metzger im Dorf, wie ich auf meinem beigefügten Foto gezeigt habe. Als Kinder durften wir nur nicht dabei sein, wenn das Schwein getötet wurde, aber das Zerlegen und Wursten war spannend.
    Früher waren in den Dörfern Hausschlachtungen üblich
    Früher waren in den Dörfern Hausschlachtungen üblich
    Andreas E.S.

    LG Andreas
  • DeVo 29/08/2017 22:18

    Ich weiß natürlich, dass in einem anderen Land mit einer anderen Kultur auch andere Standards gelten. Die vielen Menschen dort muß man ja irgendwie satt kriegen. Aber ich habe auch Bilder vom alljährlichen Hundeschlachtfest gesehen, mir wird da als Hundebesitzer ganz anders bei dem mangelnden Respekt vor der lebenden Kreatur. China ist und wird nicht mehr mein Land.
  • Elske Kalolo -Strecker- 29/08/2017 15:43

    stimmt, solche Szenen sind für uns denkbar,
    super klasse eingefangen,
    lieben Gruß, Elske
  • Lichtlein 29/08/2017 0:11

    Er scheint ja zu wissen was er tut und wie er es macht gleicht dem wie wir es vor ca. 100 Jahren auch noch gemacht haben. Eine gelungene Dokumentation.
    VG Lichtlein
  • Rebekka D. 28/08/2017 22:12

    wirklich eine tolle Serie ... . ;o) Rebekka
  • HaagB 28/08/2017 21:59

    Er versteht sein Handwerk.
    In manchen Ländern geht es eben etwas rustikaler und pragmatischer zu, als in unserer hochgezüchteten Industrie.
    Das Viech (Wutz?) hatte vermutlich ein besseres Leben mit rumlaufen und Familienanschluss, statt zu Tausenden in Betonbunkern. Bei einer überschaubaren Anzahl Menschen, die zu versorgen sind, ergibt sich zwangsläufig sowas wie "Bio" und "Nachhaltigkeit". Riesige überdüngte und dauerbewässerte Felder können sich die Kleinbauern nicht leisten. Dafür steckt aber sehr viel harte Arbeit drin - das könnte und wollte hier keiner/kaum einer bezahlen. Lang ist es her, als es bei uns auch noch so war.
    Wenn alles gut durchgebraten oder gekocht ist, schmeckt es einfach - wenn man die Zeit und Arbeit hintendran berücksichtigt, aus Respekt gleich nochmal besser.
    LG Bärbel
  • JOKIST 28/08/2017 21:42

    Ganz großes Kino !

    Ingrid und Hans
  • Ursula Zürcher 28/08/2017 21:05

    Da treffen schon Extreme aufeinander, wenn man unsere Welt mit dieser vergleicht. Und ich denke, dass uns ein klein wenig der Einfachheit, die du hier zeigst, sehr gut tun würde. Ein eindrucksvolles Bild.
    Liebe Grüsse, Ursi
  • Bernd Brügging 28/08/2017 20:11

    Sehr schön, wie du diesen Marktbeschicker im Bild festgehalten hast.
    Die Mimik mit der Zigarette im Mund fasziniert.
    Herzliche Grüße
    Bernd
  • F. Gerndt 28/08/2017 18:50

    Eine gelungene Dokumentation.
    VG Frank
  • sisley 28/08/2017 18:49

    mit genuss bei der arbeit. andere länder andere sitten. großartig gezeigt. lg sisley
  • Eva Winter 28/08/2017 17:20

    Bei uns undenkbar und in der Tat gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr interessant.
    LG Eva
  • Himmelsstürmer 28/08/2017 14:39

    Hauptsache Fleisch, es wird ja wohl nicht roh verzehrt. Also sind danach alle möglichen Keime weg, eventuell auch das bißchen Asche von der Fluppe. Aber der Anblick ist schon etwas ungewöhnlich für unsereins.....wir Luxusmenschen...
    HG Ulli