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Florian - Dortmund City

Florian - Dortmund City

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Michael O. L.


Free Account, dem oberbergischen

Florian - Dortmund City

Die Geschichte des Turms ist eng mit der des Westfalenparks und der ersten Bundesgartenschau 1959 verbunden. Bereits 1885 hatte ein Dortmunder Verein zu Ehren des Kaisers der Stadt Dortmund den "Kaiser-Wilhelm-Hain" geschenkt. Dieser Park sollte allen Dortmundern, und besonders denen ohne eigenen Garten, zur Erholung dienen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, inmitten der Aufbauarbeiten, festigte sich in Dortmund der Wille, sich für die Bundesgartenschau zu bewerben, die Zusage erhielt die Stadt für das Jahr 1959. Im Zuge dessen sollte auch ein ausgedehnter Park geschaffen werden. Das Gelände des altbewährten Kaiser-Wilhelm-Hains, des Buschmühlenpark, einer Müllkippe und eines wilden Kleingartengebietes wurden zum heutigen "Westfalenpark" zusammengefaßt.
Die Neugestaltung des Westfalenparks sah u.a. auch die Erbauung eines Parkcafes und eines Aussichtsturms vor. Den ausgeschriebenen Wettbewerb gewann der Dortmunder Architekt Will Schwarz, der den Aussichtsturm mit einer rotiernenden Café-Plattform kombinierte. Mit finanzieller Hilfe der Deutschen Bundespost, die den Turm als Richtfunkbetriebsstelle nutzte, und der Firma Hoesch, die Stahl und Zement zur Verfügung stellte, konnte der Turm in elf Monaten erbaut werden. Mit einer Höhe von 220m war er der damals höchste Turm Deutschlands. Ebenfalls das erste seiner Art war das rotierende Café in 150m Höhe, das 120 Menschen Platz bot. Zwei schnellfahrende Aufzüge brachten die Besucher in weniger als einer Minute zur Aussichtsplattform über dem Café, für die Nichtschwindelfreien bot ein Terrassencafé im Erdgeschoß die Möglichkeit zur Einkehr.
Der "Florian" wurde schon während seiner Bauzeit zum Werbeträger und Indentifikationsobjekt der Stadt. Die Namensgebung für den Turm gestaltete sich jedoch schwierig. Trotz eines großen Wettbewerbs gab es lange Zeit keine Einigung über den Namen, es blieb bei Fernmelde-und Aussichtsturm. Erst viele Jahre später wurde das Wahrzeichen Dortmunds "Florian" getauft. Wer heute Imbiss und Aussicht auf dem "Florian" genießen will, muß sich noch etwas gedulden, zur Zeit finden noch Umbauarbeiten statt. Ansonsten hat der Westfalenpark viel zu bieten. Außer einem ganzjährigem Kulturprogramm befindet sich in unmittelbarer Nähe des Turms ein Kochbuchmuseum, das Sonnenernergieforum und weitere Cafés im Stile der 50er Jahre Architektur.

( Quelle: http://www.route-industriekultur.de/primaer/p06/p06heu1.htm )

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