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Der Vistonida-See und der Ufergrundstücke sind der Hauptstreitpunkt im Skandal um umstrittene Immobilientransaktionen zwischen dem griechischen Staat und dem Athos-Kloster Vatopedi. Der See war dem Kloster angeblich vor fast 1000 Jahren von byzantinischen Kaisern vermacht worden. Obwohl die Besitzansprüche des Klosters streitig waren, wurden sie vom Staat anerkannt. Im Tausch gegen den See mit seiner gesamten Wasseroberfläche und allen Ufergrundstücken erhielt das Kloster 260 werthaltige Grundstücke in touristisch entwickelten Gebieten, auch im Olympiadorf in Athen, die es teilweise sogleich mit Gewinn weiterverkaufte. "Sie haben dem Staat den See - sprich «Luft» verkauft - und dafür wertvolle Büros, Grundstücke und Gebäude in Athen zum Austausch bekommen" kritisierte die Opposition [6]. Der dem Staat entstandene Schaden, der dadurch entstanden ist, dass die vom Kloster beanspruchten Seegrundstücke stark überbewertet und die staatlichen Tauschgrundstücke stark unterbewertet wurden, wird mit 100 Millionen Euro beziffert [7]. Der Immobilienskandal erschüttert die Regierung des Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis aufs Schwerste; sie führte zunächst zum Rücktritt des in die Immobiliengeschäfte verwickelten Handelsmarineminsters Giorgos Voulgarakis. Zwei Staatsanwälte traten zurück, weil sie von der Regierung in ihrer Ermittlungstätigkeit behindert worden seien [8] Unter starken Beschuss der Opposition geriet ferner der Regierungssprecher Staatsminister Theodoros Rousopoulos, ein Freund des Vatopedi-Abtes Efraim und gleichzeitig enger Vertrauten des Regierungschefs, der am 23. Oktober 2008 zurücktrat.
Der Vistonida-See und das Gelände nahe dem Nestos-Flussdelta wurden laut Ministerialbeschluss offiziell zum Nationalpark erklärt. Der See, sowie das ihn umgebende Hydrobiotop sollen den neuen „Nationalpark Ostmazedonien und Thrakien" bilden. Dies soll die Ansprüche des Staates am Besitz des Sees gegenüber den Mönchen des Klosters Vatopedi unterstreichen. Das Kloster Vatopedi will gerichtlich gegen diese Entscheidung vorgehen. [9]
„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“
– Mk 10,25
Das hat die Kirche seit Jahrhunderten erfolgreich verdrängt. Ihre Besitzgier ist unermesslich. Sie predigt Wasser und trinkt Wein. Alles Pharisäer!
Aber man kann ja im letzten Winkel seines Herzens verstehen, dass niemand ein so wunderschönes Anwesen kampflos aufgeben will. Würde ich auch nicht ;-)))
LG Elke