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Leuchtturm Westerheversand di Agora Bilddiskussion intensiv

Leuchtturm Westerheversand


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10.08.2011 alle 17:13
, Licenza: I diritti d'autore di tutte le foto sono proprietà degli autori.
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Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion Intensiv@fotocommunity.net
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Das Bild entstand kurz nach einem Regenschauer in Westerheve.

commenti:

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Agora Bilddiskussion intensiv, 10.08.2011 alle 17:13

Die Fiktion schreibt:

Mein erster Griff beim Betrachten dieses Bildes, galt der F11 Taste.

Ich mag diese Bilder, in denen es dem Fotografen gelingt, eine Weite einzufangen, in der man sich nicht verloren, sondern wohl fühlt.

Auf den ersten Blick fängt sich das Auge bei dem Betrachten der Weite unweigerlich am Leuchtturm,
........aber bei längerem Betrachten treffen sich die Linien des Horizontes, der Wolken und der Wege, ziemlich genau in einem kleinen weißen Punkt.
Das von der Sonne beschienene Heck eines Frachters, oder Kreuzfahrers.

Keine Ahnung, ob dieser Umstand dem Fotografen in diesem Moment bewußt war, aber es gibt diesem Bild noch einmal ein deutliches Plus an Tiefe.
Fazit ist, das mir dieses Bild aus 3 Gründen wirklich gut gefällt:
1) Die gelungene Darstellung von Weite, mit genügend Möglichkeiten für das Auge, das es nicht ziellos umher irrt.
2) Es beinhaltet eine Struktur der Linienführung, die sich, wenn auch nicht ganz, letztendlich trifft.
3) Und es beinhaltet Details, die jeder für sich entdecken kann.



Th. Maess, 10.08.2011 alle 17:47

eine kleine Bemerkung außerhalb der Fotografie: Das ist der Leuchtturm bei Westerhever. Der Ort schreibt sich mit "r" und liegt abseits vom Leuchtturm.


Aus meiner Sicht, 10.08.2011 alle 18:18

Ich habe den Eindruck - mag aber auch eine optische Täuschung sein - dass der Leuchtturm ganz leicht nach rechts kippt.


Michael 56, 10.08.2011 alle 18:38

Die weite der Landschaft sehr gut eingefangen, aber wie "aus meiner Sicht" bereits schreibt kippt der Leuchtturm nach rechts.

VG



Janne Jahny, 10.08.2011 alle 18:57

Das PS-Lineal sagt: der Leuchtturm ist stangerl-gerade.

Ich bin begeistert von diesem Bild.
Es zeigt wenig Bildelemente, diese aber von großer Qualität, Schärfe und Farbgestaltung stimmen. Und es ist auch gut, dass die Bewölkung nicht stärker heraus gearbeitet wurde.

Faszinierend die beiden Linien (Wolkenunterrand und Feldweg), die sich wie eine Schere von links nach rechts öffnen. Im genau richtigen Punkt dieses Dreiecks sitzt der Eyecatcher.
Ein Bild voller Ruhe, zum tief durchatmen, trotzdem nicht lanweilig, das vor allem durch seine optische Klarheit besticht.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Sonnenreflex am äussersten linken Bildrand ein ganz klein wenig stört.

LG



Luki., 10.08.2011 alle 19:14

Die ungeheure Weite beeindruckt unbedingt, vielleicht wirkt das Foto dadurch übermäßig distanziert, es scheint etwas die "Seele" zu fehlen. Aber sorry, ich maße mir nicht an, hier fundiert kritisieren zu können, schreibe nur meinen Eindruck und der ist durchaus positiv. Das angebliche Kippen des Leuchtturms oder ob sich Westerheve mit r schreibt oder nicht, das sind irgendwie Peanuts, die der optischen Weite des Bildes Verengungen anlegen, die es nicht verdient. Liebe Grüße!


Th. Maess, 10.08.2011 alle 19:50

@Luki.: ich weiß nicht, ob die Einwohner generell ein Weglassen des letzten Buchstabens ihres Stadtnamens als Peanuts verstehen würden: Berli, Köl, Nürnber, Leipzi, Hambur ... :-)))
Zum Foto: Tausendfach fotografiert - eines der bekanntesten deutschen Motive. Da kann man sich eigentlich nur ran wagen, wenn man was ganz besonderes sieht und abbildet. Sonst wird so ein Bild unweigerlich zur Postkarte, ob man will oder nicht. Die "ungeheure Weite" ist wirklich beeindruckend - ja, so ist sie eben, die Landschaft auf Eiderstedt.
Vielleicht kippt der Leuchtturm gerade mal wieder ..:-) - er steht auf Baumstämmen wegen des weichen Untergrunds und da kann sowas schon mal passieren.
Ich liebe Eiderstedt und diese Landschaft dort an der Westküste. Daran wird auch dieses Foto nichts ändern...



Mick-el-Angelo, 10.08.2011 alle 19:57

Stimmt, der Leuchtturm Westerheversand wurde inzwischen tausendfach fotografiert und gemalt. Selten erwischt man ihn allerdings bei derart schönem Licht. Den riesigen Turm in der Unendlichkeit der Salzwiesen zu präsentieren, war eine gute Idee. Mir gefällt, dass er das Bild nicht dominiert.
Im Hintergrund sieht man übrigens keine Frachter, sondern die Pfahlbauten St.Peter-Ordings und einen schmalen Streifen des Thümlauer Koogs.
Für mich gehört diese zu den gelungeneren Aufnahmen des Wahrzeichens von Westerhever.
LG, Michael



AnnaCaravela, 10.08.2011 alle 20:53

Die Farben sind gut. Mir gefallen die dunkle Wolke vorne und die hellen weiter hinten. Und es ist schlicht. Bis auf den Leuchtturm nur grüne Wiesen und Himmel. Das ist schön. Aber ich finde den Leuchtturm ein bisschen zu scharf. Sonst gefällt es mir aber.

PS: hier sagen meine Vorgänger, wie berühmt der Leuchtturm ist. Ich kenne ihn vielleicht,keine Ahnung... auf jeden Fall kenne ich die Stadt Westerheve nicht... nie von gehört!

Liebe Grüße
Anna



Matthias von Schramm, 11.08.2011 alle 7:52

dieses scharfe glatte bild eines bekannten motives, zeigt eine weit verbreitete landschaftsfotografie, die weite zeigen soll und naturschönheit, aber doch eine landschaft entseelt und ein touristisches bild eines flecken erdes widergibt, aber den ganzen charme einer zwar schmucken, aber vor allem auch rauhen landschaft vermissen lässt. da symbolisiert das fehlende r (nein das sind keine peanuts, wo kämen wir da hin, wenn wir so mit sprache und namen umgängen) das vorbeiflitzen am zigsten postkartenständer. zum thema postkarte: meint, ordentlich abgebildete leicht verdauliche abbildungen, flach, wie hier die landschaft ist.

freilich wurde hier versucht durch kontrastreiche den grafischen linien eine bedeutung zu geben. natürlich könnte man mit sehr viel wohlwollen dem himmel etwas malerisches zubilligen. ich habe auch nichts gegen ölbildchen auf holz, wo man schön mit dem kleinen pinsel die vorgezeichneten ringel rot nachmalen kann.

das hat alles in der abbildungswelt seine berechtigung. aber wo ich das in meinem hinterkopf ablege, geht es nur sehr am rande um fotografische auseinandersetzung.



Herbert Rieger, 11.08.2011 alle 9:21

Die Aufteilung durch die geraden Linien wirkt interessant, die Farben sind sehr gut herausgeholt und liefern - gemessen an den Möglichkeiten - eine optimale Spannung. Die Bauwerke mit Turm bieten den einzigen Haltepunkt in dieser weitläufigen Landschaft.
Das Bild ist absolut nicht aufregend, kann und soll es wohl auch nicht sein.
Wer diese Landschaft liebt, der kann sich wohl für das Bild begeistern. Bild ok, aber mich bedrückt es.



Wolf Schroedax, 11.08.2011 alle 9:40

Bei aller - diesmal schon früh einsetzenden - Kulturkritik sollte nicht vergessen werden, dass das Bild eine KULTURlandschaft zeigt, über Jahrhunderte gegen die See verteidigt. Damit sei der Blick auf die perspektivischen Linien gelenkt, welche nach rechts führen: Eine Wattwiese mit Queller und anderen Salz
tolerierenden Pflanzen, zwischen denen sich Sand und Schlick absetzt, absetzen soll. (Der Deich im Vordergrund wird von Schafen beweidet/gepflegt.) Wenn man so will, eine "minimalistische" Landschaft.
Hilfreich wäre, wenn die Himmelsrichtung angegeben würde, in die man hier blickt.



Detlef Rüping, 11.08.2011 alle 9:58

Gute Landschaftsfotografie lässt das Charakteristische einer Landschaft deutlich hervortreten. Das ist hier der Fall. Typisch für diese Küstenlandschaft ist die Weite und die Möglichkeit, die Augen an der Horizontlinie entlangwandern zu lassen. Typisch ist das Fehlen jeglicher Geländedynamik und eine daraus resultierende Monotonie. Daraus ergibt sich aber auch, dass man mit großer Aufmerksamkeit jedes Objekt ins Auge fasst, und sei es noch so fern und winzig. Die Bühne ist frei für Akteure, die diese weite Kulisse für ihren Auftritt nutzen, die großen Schauspieler der Natur: Sonne, Wolken, Wind & Wetter. Spannend ist es zu sehen, wie Wolkenschatten und Sonnenlicht sich hier ihren Wettkampf liefern. - Für den Fotografen ein schwieriges Gelände. Mangels anderen Bildelementen, die als Blickfang dienen könnten, ist dann wieder mal der Leuchtturm willkommen. Nun kommt es darauf an, dieses bekannte Motiv so in die gesamte Bildkomposition einzubauen, dass es nicht in allzu starke Konkurrenz tritt zu dem, was man eigentlich zeigen will - die Landschaft, die nur zum Teil Naturlandschaft ist, sondern deutlich die Spuren menschlicher Aktivität aufweist. Dabei sind formale Gesetze des Bildaufbaus zu beachten. Dies alles ist m.E. dem Bildautor hier bestens gelungen.


lophoto, 11.08.2011 alle 9:59

es ist ein ruhiges foto.
rechts der weg hätte auch in der ecke auslaufen können, links der helle fleck am horizont muss auch nicht drauf sein. halos am turm sprechen für das anheben des kontrast und nachschärfen....

die weite ist gut eingefangen.....
ein solides foto ohne echten höhepunkt.ruhig eben...



Thaysen Peter, 11.08.2011 alle 11:18

Die Genaue Bezeichnung des Leuchtturmes ist laut "Amtliche Nachrichten für Seefahrer" und somit auch so in der Seekarte eingetragen "Westerheversand" ! Soviel zu der Schreibweise der amtlichen Bezeichnung des Seezeichens!
l.g.
p.t.



Clara Hase, 11.08.2011 alle 11:35

ich bin erstmals in westerhever - es gibt nur verregnete tage, aber heute will ich zum leuchtturm. komme was wolle -
da stehe ich also am feldrand, alles ist nass, denn es hat gerade gegossen, über mir noch drohend eine dunkle wolke, vor mir wie ein fächer aufgefächert himmel und land - ganz links ein entschwindendes boot wie auf der grasnarbe -
oh, der leuchtturm, die sonne hat etwas für ihn übrig, er strahlt - ich gerate ins wanken, mein horizont sinkt leicht nach RECHTS. unmerklich - nur mit lineal .
der himmel ist so schön - ich nehme ihn mir vor - er hat das hauptgewicht - der boden ist zu nass - ich werde wohl heute nicht mehr zum leuchtturm gehen,
denn zwischen den wiesen sind kleine prile - die überlaufen - die wiese matschig machen.
zu hause betrachte ich mein foto -
der himmel, der mir so dramatisch erschien, hat ganz viel an zeichnung verloren, die mich aber so beeindruckte. die durchweichten felder allerdings- ja, sie werden mich an diesen ort erinnern, und das ich wohl noch einmal kommen muss, um zum leuchtturm zu gehen.

tipp - mache mal eine kopie deines bildes - verdunkle den himmel - damit dieses ganze wolkenjagen, die dramatik auch der dunklen wolke, das weisse, blaue gelbe besser hervorkommt.
kontrast erhöhung? mal versuchen
dann mit traumflieger das hier gezeigte und deine kopie zusammensetzen - evtl wird der himmel so, wie du ihn gesehen hast.

Ich habe mir erlaubt, meinen Tipp mal selbst durchzuspielen -



Gisela Plewe, 11.08.2011 alle 14:59

Auch wenn ich die bisherige Diskussion gelesen habe, bleibt es für mich bei folgenden Überlegungen, die ich beim ersten Anschauen des Bildes hatte: mein Blick wandert entgegen den Sehgewohnheiten unseres Kulturkreises von rechts auf der grün beschienenen Fläche zum linken Bildrand. Der Leuchtturm am Horizont ist auf diesem Weg meiner Augen wichtig, weil er durch seine Abbildungsgröße die Weite der Landschaft betont. Ich wünsche mir, dass der Weg meiner Augen am linken Bildrand noch nicht endet und weiß gleichzeitig, dass die flache Landschaft sich über den Rand hinaus ausdehnt. Mein Auge braucht also hier keine weitere Information, um die Endlosigkeit der Flächen zu erfassen. Das erzeugt in Verbindung mit der "Leserichtung" für mich eine gewisse Spannung, die nicht gegeben wäre, wenn der Fluchtpunkt aller Linien (Wolken, Horizont, Watt, beleuchtete Wiese) sich im Bild oder direkt an dessen Rand befände. Spannungserhöhend wirkt sich auch der Umstand aus, dass sich der Leuchtturm nicht exakt im goldenen Schnitt befindet. Ich glaube, dass vor Ort alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, ein interessantes Bild zu erzeugen, das gleichzeitig das widergibt, was man in einer solchen Landschaft empfindet.
Die Kontrasterhöhung, die Clara Hase ausprobiert hat, ist sicher Geschmackssache. Mir gefällt sie.











Axel Binder, 11.08.2011 alle 19:22

Hallo,

das Bild gefällt mir sehr gut. Insbesondere die Gestaltung durch den bewussten Einsatz der in der Landschaft befindlichen Linien - Weg im Vordergrund, quer dazu die Gräben, wiederum quer dazu der nächste Weg. Vor allem finde ich den Himmel hinsichtlich der Linienführung genial. Die Helligkeitsverteilung im Himmel ist geradezu die Spiegelung des Weges im unteren Bilddrittel. Dadurch entsteht ein richtig schöner Keil, der die Fluchtlinien und damit die Tiefe des Bildes, wie ich finde, extrem und sehr schön herausstellt. Das lässt den Leuchtturm sehr einsam in einer großen (und schönen) Landschaft wirken. Die Unterteilung im untern Bilddrittel in kräftige Farben und in den oberen zweidrittel in Pastelltöne gefällt mir. Die sanfte Zeichnung der Wolken gibt dem Bild im Kontrast zu dem wie ich finde recht kontrastreich ausgearbeitetem Vordergrund eine schöne Ausgewogenheit. Mir gefällts! ;o)

vG,

Axel



Clara Hase, 11.08.2011 alle 20:35

Axel, das hast du sehr schön klar ausgedrückt - was bei mir der "Fächer" war:

Zitat Axel Binder:
das Bild gefällt mir sehr gut. Insbesondere die Gestaltung durch den bewussten Einsatz der in der Landschaft befindlichen Linien - Weg im Vordergrund, quer dazu die Gräben, wiederum quer dazu der nächste Weg. Vor allem finde ich den Himmel hinsichtlich der Linienführung genial. Die Helligkeitsverteilung im Himmel ist geradezu die Spiegelung des Weges im unteren Bilddrittel.



BeZet - Foto, 11.08.2011 alle 20:58

Im ersten Moment dachte ich "Ach so, Westerhever, hast du doch auch schon fotografiert..." Wer nicht ?
Doch mit diesem Foto muss man sich intensiver beschäftigen. Fern ab der ganzen Postkarten-Knipserei verbreitet diese Aufnahme genau die Stimmung, die die Landschaft prägt. Weit, sehr weit, mit teilweise grauem Himmel. Da ist der Leuchtturm mit seinen zwei Häusern doch nur ein Punkt, an dem sich das Auge des Betrachters fängt. Also mir gefällt die Aufnahme sehr gut. Ob man da technisch noch einiges optimieren könnte, interessiert mich in diesem Moment erst einmal nicht.



streetman48, 12.08.2011 alle 1:13

Die vorgefundene Aufnahmesituation wird hier wunderbar realistisch im Bild dokumentiert: flach, langweilig und nichtssagend.


Kurt Hurrle, 12.08.2011 alle 1:29

Ich kann mich BeZet-Foto nur anschließen. Für mich ist dieses Bild ein Beispiel für gelungene, im Grunde lehrbuchmäßige Landschaftsfotografie. Zum Einen einfach deshalb, weil das Bild ein Gefühl der Weite vermittelt, die man eigentlich nur vor Ort wirklich erleben kann. Zum Anderen aber stimmt auch die Bildaufteilung bestens zum Motiv. die Vermeidung von Symmetrien, das Spiel mit den perspektivischen Linien um dem Bild Tiefe zu geben, die Reduzierung des Leuchtturms auf eine Größe, die ihn in der Weite nicht dominant erscheinen lässt, aber ihn wichtig genug nimmt, den maritimen Charakter der Landschaft zu betonen und dem Auge einen fixen Bezugspunkt zu geben. Gut finde ich, dass der Versuchung widerstanden wurde, den Himmel künstlich eine dramatischere Wirkung zu geben. Gerade so korreliert er mit dem weichen Licht, das im Vordergrund auf der Landschaft liegt. Im Hintergrund die Ahnung von heranziehendem schlechten Wetter, davor noch die in der Sonne leuchtenden Kumuli.

Ach ja, der vermeintlich schiefe Leuchtturm: er ist gerade und kippt nur scheinbar ein wenig nach rechts. Das liegt daran, dass die der Sonne zugewande Seite hell, die abgewande Kante aber dunkel ist. Dadurch werden die Kanten vom Auge unterschiedlich intensiv wahrgenommen. In Verbindung mit dem konischen Zulaufen nach oben entsteht so als optische Täuschung das leichte Kippen nach rechts. Wer's nicht glaubt: Diesen Ausschitt vergrößern und mit senkrechten Linien links und rechts vom Turmfuß kontrollieren. Man kann dies aber getrost bleiben lassen. Es wäre schade, dieses Bild auf ein solch unbedeutendes Detail zu reduzieren.



Th. Maess, 12.08.2011 alle 9:37

für @streetman48 eine kleine Geschichte: Im vergangenen Jahr bin ich bei Ebbe durch die Salzwiesen zum Leuchtturm gegangen. Ich konnte weit blicken, die Luft war klar, der Wind erträglich und das Grün saftig wie immer im Frühjahr. Ich fühlte mich leicht, frei, ungezwungen und einfach eins mit dieser Eiderstädter Landschaft. In dieser fröhlichen Laune überholte ich ein älteres Ehepaar, just in dem Moment, als der Mann in einem unverkennbaren thüringischen Dialekt zu seiner Frau sagte: "Jetzt sin ma 500 Kilometer gefahren, und ma sieht garnischt."


Steffen Walther, 12.08.2011 alle 9:41

Hallo,

Man sollte ja bei der ohnehin schwierigen, weil subjektiven Bildbeurteilung immer bedenken, welche Intension der Fotograf mit seinem Bild verfolgt. Ich gehe mal davon aus, dass du diese tolle, weite Landschaft festhalten wolltest, obwohl die Stimmung vllt. eher mit "trist" zu beschreiben ist.

Ich muss zugeben, dass der erste Blick auf das Foto bei mir kein "wow-Gefühl" ausgelöst hat. Der goldene Schnitt eignet sich für Landschaftsaufnahmen prinzipiell gut. Ich finde die Drittelregl funktioniert bei Landschaftsaufnhame aber nur gut, wenn gleichzeitig Linien das Auge harmonisch durchs Bild führen. Und genau da sehe ich bei deinem Bild den Knackpunkt. Die Linien die durchs Bild führen sind etwas verwirrend für mein Auge. Es ist nicht genügend Platz für die Linien um das Auge harmonisch durch das Bild zu führen. die Linien führen zwar prinzipiell durchs Bild bis hin zum Leuchtturm. Sie sind allerding so schräg nach links verlaufend, dass man das Gefühl hat, sie wollen noch vor dem Leuchtturm wieder aus dem Bild heraus.

Da der Himmel in der Situation trist und wenig spannend ist, wäre es vllt. der Bildwirkung zuträglich gewesen, den Schwerpunkt des Bilder (2/3) auf die Erde zu legen und den Himmel (1/3) etwas abzuschneiden. Wobei ich nicht sagen kann ob die Umgebung diesen Bildaufbau erlaubt hätte.

Fazit: rein technisch finde ich das Bild einwandfrei; die Belichtung wirkt stimmig und die Farben sehr natürlich. Ich sehe, wie gesagt, beim Bildaufbau ein paar Knackpunkte die die Bildwirkung etwas beeinträchtigen.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar konstruktive Kritikpunkte nennen, die dir weiterhelfen.

Lg Steffen



Clara Hase, 12.08.2011 alle 11:53

Kurt Hurrel
"Wer's nicht glaubt: " - ich habe nicht den Leuchtturm im auge gehabt sondern mich am Wasserspiegel rechts orientiert - da wars am einfachsten.


Th Maes - wie täte das der Hamburger sagen? :-)
Menschen die das ebenso leere Meer mögen, mögen sicher auch diese Weite -
Und ich finde, ja, geradezu finde da diesen Leuchturm,
ein kleiner Reiz in dieser endlosen Tristesse.

die Diagonale der gen. Salzwiesen verläuft auch in die Rechte untere Ecke - fast jedenfalls.
Ich weiss auch nicht, inwieweit sich diese Weite nicht auch durch eine engere Begrenzung doch noch weniger uninteressant gestalten liesse? Stehe mit solchen Landschaften auch eher auf Kriegsfuss
aber es gibt halt auch genügend Menschen, die aus der Stickigkeit vielleicht eines thüringschen grauen Dorfes kommen, die dann mal richtig aufatmen - alles ist vorstellbar.
Insofern ist ein Motiv und die Auswahl auch immer individuelle Geschmackssache - daran herumzupopeln mag ich nicht so gerne



Spukspecht, 12.08.2011 alle 14:15

Kompositorisch finde ich das Bild völlig in Ordnung.
Der Eindruck von Weite kommt gut rüber, wie ich finde.

Nur leider macht es auf mich den Eindruck, das es die Wirklichkeit zeigt. Und nicht das was ich in einem solchen Bild sehen möchte.
Ich sehe hier einige gute Ansätze für etwas mehr Dramatik im Bild angelegt. Nur halt eben nicht herausgearbeitet.
Einserseits die Lichtflecken im Vordergrund. Die Wolken im oberen Teil, mit der diagonalen Kante von links nach rechts oben. Der blaue Himmel rechts.

Wo Licht ist, ist auch Schatten heisst es.

Das Bild verdient es, das dieser Aspekt herausgearbeitet wird.
Mehr Kontrast, mehr Farbe, mehr Schatten. Eine steilere a + b Gerade im LAB Modus z.B.
Das meine ich, würde das Bild aus der Langeweile herausheben und auch etwas polarisieren.
Nicht jeder mag extreme. ;-)

(btw. die Sektion: Skye im Reise channel zeigt da Eindruckvolle Beispiele. Die das was ich meine vielleicht besser illustrieren als mein wirres gequassel... )



Jens Lotz, 12.08.2011 alle 18:40

Die Anmerkung von Spukspecht finde ich spannend, stellt sie doch den vielleicht berechtigten Anspruch, der auch hier häufig in Votingabstimmungen zum Tragen kommt, eine Landschaftsaufnahme muss in Licht oder Gestaltung dramatisch und spektakulär fotografiert werden,selbst wenn sie als Landschaft dies gar nicht ihrer Erscheinung nach ist , durch PS und Co. in eine solche Aufnahme verwandelt werden, ziemlich klar heraus.
Mag sein, dass ich in dieser Hinsicht in meiner Ansicht ein Aussenseiter bin, aber ich mag die dokumentarisch orientierte Fotografie irgendwie immer noch gut leiden. Und in dieser ist ein wirksames Foto für mich eines, in der eine Landschaft in ihrem Wesen charakterisiert wird, sicher auch in Qualität und Bildaufbau ansprechend verpackt.
Insofern haut mich das Bild hier zwar nicht emotional vom Hocker, aber als Kenner unserer nordeutschen Landschaftformationen kann ich ihre treffliche Darstellung für mich bestätigen und genau darin liegt für mich die Stärke oder für andere halt die Schwäche dieser Variation.
LG jens



Wolfgang Sh., 13.08.2011 alle 0:03

"Nur leider macht es auf mich den Eindruck, das es die Wirklichkeit zeigt"

Wenn das ein negativer Aspekt sein soll, fängt es mich an zu gruseln. Wollen wir wirklich nur noch bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Motive? Das Bild ist so wie es ist für mich spannend genug. Die Raumaufteilung zwischen Land und Himmel ist optimal. Die Linien in der Landschaft geben dem Bild Struktur. Der Himmel hat eine feine, dezente Zeichnung. Der Leuchtturm befindet sich im goldenen Schnitt. Klassische Fotografie, der ich mich auch verpflichtet fühle.



Matthias von Schramm, 13.08.2011 alle 9:23

Ich wage sehr zu bezweifeln, dass dieses Bild eine sehr große Wirklichkeitsnähe hat. In diesem Duktus bewegend, finde ich es eben auch nicht sehr natürlich, sondern schon eine sehr kühle, technische Darstellung, die sich versucht einer Ästhetik zu widmen und nicht der Atmosphäre. Genau an diesem Punkt unterscheidet sich meiner Meinung nach gute, von bemühter Landschaftsfotografie. Da unterscheidet sich ein touristischer von einem fotografischem Blick.


Wolf Schroedax, 13.08.2011 alle 9:44

@..mehr Spannung/Dramatik machen::: Wir sind uns doch einig, dass wir dann Computerkunst betreiben und das Foto dann nur noch als ihr simples, motivisch beliebiges, Material betrachten ...
@ ..leider die Wirklichkeit ::: Ja, und die Wirklichkeit gilt es auszuhalten, oder lässt sie sich etwa visionär überwinden ? Ganz wirklich, so mit der großen Geste ?
@..Romantik ? ..::: Vor 100-150 Jahren hätte man beim Anblick dieser Landschaft vielleicht "faustische Gefühle" bekommen::: Der Mensch hat ein Bollwerk gegen das Meer errichtet, diesem sogar Land abgetrotzt ! Nicht Heerscharen großmäuliger Herrscher haben das Konzept entwickelt, sondern Bauerngemeinden. Es nimmt sich einfach und sachlich aus, seine Pflege hat existentielle Bedeutung.
@..Weite ::: Die Weite ist großartiger als das Bild zeigt/zeigen kann. Das täuscht darüber hinweg, daß ich sie nur visuell oder fliegend erschließen kann. An Land gibt es nur einen Weg zum und auf dem Deich.
Wir sind hier nicht in Barockländ ! Moin moin !!!





Wolf Schroedax, 13.08.2011 alle 9:50

@ Verzeihung, MvS ::: Meinst Du also, das Bild ist "bemühte" Landschaftsfotografie ?


Matthias von Schramm, 13.08.2011 alle 10:37

"@..mehr Spannung/Dramatik machen::: Wir sind uns doch einig, dass wir dann Computerkunst betreiben und das Foto dann nur noch als ihr simples, motivisch beliebiges, Material betrachten ... "


nein, ganz und gar nicht. fotografie beginnt in dem einen oder anderen fall, durchaus vor der bildbearbeitung.



Clara Hase, 13.08.2011 alle 10:57

was in gottes Namen spricht denn dagegen ein natürliches Abbild unserer Landschaft herzustellen?
Das vielen es heute möglich ist?

ausserdem finde ich schon, dass das foto bearbeitet ist -
aber halt nicht künstlerisch verfremdet
je häufiger ich es mir anschaue, um so besser gefällt es mir -



Matthias von Schramm, 13.08.2011 alle 11:10

ja das foto wurde bearbeitet, sage ich ja. und natürlich wurde es nicht natürlich bearbeitet, wie ich bereits meiner einschätzung ausdruck zu verleihen mich im stande fühlte.


Clara Hase, 13.08.2011 alle 12:04

mvs - was heisst das denn genau?
du weisst doch mehr als ich - was genau siehst du was der fotograf angestellt hat mit dem Bild?

Zitat -MVS"und natürlich wurde es nicht natürlich bearbeitet,"

per PC/Labor ist unnatürlich?
per Aufnahme_Kamera ist natürlich

Mensch, ein Geseibel hier manchmal

"Nur leider macht es auf mich den Eindruck, das es die Wirklichkeit zeigt. Und nicht das was ich in einem solchen Bild sehen möchte."

Es ist doch eine Frage für wen mache ich das bild?
In erster Linie doch für mich selbst.
Und hier wird auch zur Diskussion gestellt, ob es anderen möglicherweise auch gefällt.



Matthias von Schramm, 13.08.2011 alle 12:36

ich verweise auf meinen eingangspost am 11.8 um 7 uhr 52 und fühle mich desweiteren von deinen und wolfgangs verständnisschwierigkeiten diverser ausführungen frei.

es wird ja immer auch gerne der begriff überschärft in die diskussion gebracht. ich hielte ihn hier nicht für falsch.

dies hat für mich zur folge, dass eine durchaus dezent bearbeitete aufnahme sehe, die bei mir den eindruck hinterlässt, als sähe ich eine digiartige glättung.

ich sehe landschaften so nicht, ich rieche sie so nicht, ich spüre sie so nicht. andere offenbar schon.



Erika 11, 13.08.2011 alle 13:17

Moin moin zusammen.. erstmal, die korrekte Bezeichnung des Leuchtturms heißt :" Leuchtturm Westerheversand" und so ist er auch in den Seekarten verzeichnet.Seit 23 Jahren ist er mir als Urlaubsbegleiter ans Herz gewachsen wie auch St, Peter-Ording. Ich habe den Leuchtturm schon in den unterschiedlichsten Stimmungen erlebt in all den Jahren. Deinen Standort liebe und schätze ich. Voriges Jahr im September ging es auch nur zwischen zwei Regenschauern schnell zu der besagten Stelle am Deich. Immer wieder reizt es mich den Leuchtturm anders als die Norm darzustellen.

Nun aber zu deinem Bild. Es ist schon ein klassischer Standort für ein Foto und wirkt ein wenig langweilig auf mich,weil dort stehen alle und fotografieren. Zwar kommt für mich als Ortskundigen die Weite und das was du ausdrücken möchtest rüber, aber nicht unbedingt für den , der diese Stelle nicht kennt. Mein Blick bleibt immer an der hellen Stelle ganz links außen hängen. Das ist eins der Hochhäuser aus SPO. Da vielleicht ein Schnitt. Der LT hat auch für mich eine Schräglage. Ist meines Erachtens eine optische Sache, weil die rechte Außenseite von der Sonne beschienen ist. Rechts sind mir zu viel Salzwiesen und Vorland. Da gibt es doch nicht viel zu sehen und der LT kommt zu kurz. Spannender wäre dein Bild, wenn du kurz vor der Deichkrone etwas in die Hocke gegangen wärst und ein wenig Zaun rechts mit eingebaut hättest. Die Farben wirken düster und bedrohlich,allerdings etwas zu gelblastig. Dort ist das Licht nie richtig warm. Die Farben haben immer einen leichten kühlen Stich. Auch im Herbst. Es ist für mich ein nettes Bild, was die Vorfreude auf meinen nächsten Urlaub in SPO weckt. Nett,eben wie dokumentarisch, aber nicht nett zu verstehen, dass das Bild mich vom Hocker reißt.



Th. Maess, 13.08.2011 alle 16:17

Ich mag den Leuchtturm eigentlich mehr von der anderen Seite. Da gibts lustige Bilder... Und vielleicht versöhnt so ein Bild auch ein bisschen streitbare Diskurse...
Feierabend di Th. Maess
Feierabendnon in discussione
di
13.8.11, 16:15



Erika 11, 13.08.2011 alle 17:42

Ich mag den Leuchtturm auch lieber von" nebenan", aus SPO oder aus der Tümlauer Bucht. Da ist die Perspektive und das Licht in der Regel besser. Der Mann hat aber noch einen weiten Weg vor sich , bis zu zugewehten Brücke am Nackhörn. Prima finde ich, das der LT unscharf, aber der Mann scharf ist. Er ist nun mal das Hauptmotiv in dem Fall. Schmunzelnde Grüße Erika


Klaus-Günter Albrecht, 13.08.2011 alle 18:22

Ich finde das Bild eigentlich ganz ok und gar nicht so touristisch. Denn dann wäre es viel bunter und kitschiger. Es ist eine lang auslaufende, abwechslungsarme Landschaft unter einem unruhigen, aber nicht stürmigen Himmel und insofern auch ein Stimmungsbild. Das Auge wird in langer Fluchtlinie auf den Leutturm fokussiert.


Wolf Schroedax, 13.08.2011 alle 19:32

"fotografie beginnt ....durchaus vor der bildbearbeitung" und die lässt "im ein oder anderen fall" nichts mehr davon übrig, wenn man etwas anderes "in einem solchen Bild
sehen möchte", als es darstellt ....
@ Erika 11 :::: Deine auf Ortskunde basierenden Anmerkungen ("kühler Stich") sind sehr hilfreich, wenn nun sogar Ästhetik gegen die "Atmosphäre" des Ortes ausgespielt wird. - Gehe ich richtig in der Annahme, dass das Bild von Nordosten und am späteren Nachmittag aufgenommen wurde ?



Erika 11, 13.08.2011 alle 20:42

Ja Nordost mit Tendenz Nord Nord Ost wäre der Standort zu bezeichnen. Der Blickwinkel geht definitiv nach Süd Süd West.Hinter dem Leuchtturm ist noch die Spitze St. Peter- Ordings zu erkennen. Aufgenommen nachmittags. Tippe wegen des hellen Streifens sogar eher noch auf den frühen Abend. Eigentlich ist dieser Standort gerade im Sommer in der 2. Tageshälfte von Licht her immer kitzelig. Die Sonne steht immer hinter dem Turm und man muss gegen sie fotografieren. Besser sind da Aufnahmen bis max. 14 Uhr bis Ende August. Danach wird das Licht weicher.


Wolf Schroedax, 13.08.2011 alle 22:23

@ Clara Hase :::: Das mit der "Stickigkeit eines thüringischen Dorfes" nehm ich Dir übel, es sei denn Du zeigst mir ein Foto. (|--\)
@ Erika 11 ::: Danke. Muss ja zugeben, dass ich nur bis "Sand Peter Ordnung" gekommen bin, weil es von "Westerheve" so viele Fotos gab.....
@ Th.Maess::: Gratuliere, dass du dein lustiges Foto hier hochladen durftest. Und deine Anekdote (12.8.) macht mir verständlicher, dass manch einer dies Foto Foto gern dramatisieren würde...



Spukspecht, 13.08.2011 alle 22:34

ui ui ui, das mein Geschmack so polarisiert hab ich nicht erwartet!
Und falls meine Anmerkung ein wenig zu Allgemeingültig wirkte, will ich das hier mal verfeinern.
Ich meine das einiges an dodge & burn und ein paar andere Kleinigkeiten, etwas aus diesem Bild machen würden, das mir sehr gut gefallen könnte.
Und ja ich mag Künstliche Stilmitttel wie Kontraste, Vignetten, Verlaufsfilter, Partielle Belichtungkorrekturen.
Für mich sind Digitale BildDaten Spielzeug (im Gegensatz zu meinen Kontobewegungen). Und wie spielen mit Lego, darf der "Bildermacher" durchaus ein Ergebniss liefern, das meinem Geschmack entspricht. Das diese Bilder so nur in Ansätzen als RAW aus der Kamera kommen ist mir bewusst. Und wer das schafft spart sich ne menge Zeit am Rechner. Die, die meinen, Verarbeitung der Daten darf nicht sein! Die bringen sich imo um ne Menge Spass. Wer allerdings das Jpeg der Kamera nimmt, evtl. sogar die jpg Einstellung "Landschaft", der kommt meinm Geschmack schon wieder sehr nahe.
Das _muss_ natürlich _nicht_ so sein!
Den Dokumentarischen oder gar puristischen Ansatz lasse ich gerne gelten. Nur nehme ich mir dann auch die Freiheit das entspr. Bild nicht Ansprechend zu finden...
Ich mag meine Nudeln halt auch lieber in Salzwasser gekocht.
Nur bitte, diese meine Haltung ist jetzt wirklich kein Grund für diese Empörung, wie ich meine sie auf meinen Kommentar hin wahrgenommen zu haben.
edit:
Ach ja, und im übrigen bin ich einfach der Meinung, das eine Fotografie niemals die Wirklichkeit zeigen kann. Sondern immer nur den Ausschnitt, der aktuellen Wahrnehmung des Auslösenden...



Clara Hase, 13.08.2011 alle 23:23

Zitat Spukspecht:" Ach ja, und im übrigen bin ich einfach der Meinung, das eine Fotografie niemals die Wirklichkeit zeigen kann. Sondern immer nur den Ausschnitt, der aktuellen Wahrnehmung des Auslösenden..."

den Moment, den Augenblick -



Wolf Schroedax, 13.08.2011 alle 23:56

@ Spuckspecht "Ausschnitt ..aktuelle Wahrnehmung des Auslösenden" ::: - Das wahrgenommene Motiv motiviert den Auslösenden auszulösen. Zu diesem Zeitpunkt weißt Du aber noch nicht, was deine "Spielerei" am PC schlussendlich aus dem Motiv macht und ob deine augenblickliche/auslösende Wahrnehmung bei der späteren Spielerei mit dem Rohling überhaupt noch eine Rolle spielt. Was willst du z.B. hier mit Dramatik, wo keine ist, es sei denn, es ist Sturmflut. Dann aber sitzen wir doch am PC, ungefährdet weit weg trocken und warm.... Das ist m.E. keine Geschmacksache. Wer in einem Bild etwas sucht, was es vom Motiv her nicht haben kann, muss halt weiter klicken.( Das soll nicht heißen, das wir uns hier darüber nicht unterhalten sollten.... Ist ja Sinn dieses Forums) ...



eva-th, 14.08.2011 alle 10:27

Für mich liegt das Wesen dieser Landschaft in seiner Weite, seinem Unspektakulären und der sich daraus ergebenden Ruhe. Wozu also Dramatik hineinbasteln?
Kann mir die Aufnahme in sw gut vorstellen.
LG Eva



Matthias von Schramm, 14.08.2011 alle 10:37

mittlerweile wurde es ganz erfolgreich geschafft die diskussion fehlzuleiten. das thema ist mittlerweile nicht mehr fotografische spannung oder nicht, sondern dramaturgie oder nicht. um letzteres kann und soll es meines erachtens bei diesem bild ja gar nicht gehen. ich interessiere mich für eine authentische darstellung von landschaft und wundere mich immer wieder einfach, was für diese gehalten wird.


Erika 11, 14.08.2011 alle 11:03

Eine Fotografie zeigt eigentlich immer die ungeschminkte Wirklichkeit, weil der Fotoapparat eine unbestechliche Maschine ist, die nur das wieder gibt, was vor der Linse ist. Das menschliche Auge ist da sehr leicht zu überlisten.Das Gehirn kann da Sachen einfach ausblenden und man sieht später ein Foto ganz anders, als man den Ort in Erinnerung hatte. Was man mit der Vorgabe Urfoto dann am PC daraus macht, das ist dann im weitesten Sinn dann Kunst. Nur sollte dabei beachtet werden, wenn ein Foto einem größeren Kreis gezeigt wird, das es auch möglichst viele Menschen anspricht und nicht nur, wie in dem Fall hier, ortskundige User.


Fottomotto48, 14.08.2011 alle 12:26

Kann ich nicht ganz nachvollziehen, Erika 11. Aber fuer mich ist das Bild, fuer "alle User", ein Ausdruck von Sehnsucht, drueckt grosse Hoffnung aus, bald anzukommen. Hier in dem Foto passiert, was frueher auf See geschah. Seeleute sind in Seenot, Ihr Schiff droht zu sinken, sie haben keine oder wenig Hoffnung, es an Land zu schaffen, ja, sie sehen ueberhaupt kein Land. Und dann ploetzlich sehen sie ein Licht, ein Leuchtturm sendet die Botschaft: "Hallo Seeleute in Not, hier ist Land, haltet durch. Auch wenn das Schiff sinkt, ihr koennt es schaffen durch Schwimmen oder mit Treibgut, es gibt Hoffnung!" Oder einfach: "Hier ist der Hafen von Westerheversand "Was weiss ich fuer ein Hafen". Das war, und ist heute noch, die Aufgabe der funktionierenden Leuchttuerme. Der geteilte Himmel in dunkel und hell will fuer mich aufzeigen, dass nach der Zeit der Not wieder ein Licht kommt (oder bessere Zeiten), naemlich der rettende Leuchtturm. Ein sehr stimmungsvolles Bild ueber das man nachdenken sollte. Ob allerdings der Fotograf die gleichen Gedanken wie wir hatte, als er das Bild schoss, wage ich zu bezweifeln. Seine/ihre Gedanken dazu wuerden mich schon interessieren.
LG



Clara Hase, 14.08.2011 alle 15:05

Erika, ich bin mitnichten ortskundig - ich kenne den Ort nur "Eiderstedt" auf der Landkarte -
und ich empfand es as sehr erhellend, zu lesen, das der nun überflüssige weisse linke Punkt irgendein Zweckbau ist und kein Schiff, wie ich vermutete.


vielleicht sollten wir überhaupt in Zukunft kleine Geschichten schreiben?
Hier sind ja einige recht gut darin, :-)))



Erika 11, 14.08.2011 alle 15:15

Sorry... ich glaube ich bin im falschen Forum.Jetzt wird in das Bild alles mögliche rein interpretiert und dabei das Bild als Solches bei Seite geschoben. Für mich handelt es sich um einen gelungenen Schnappschuss, der aber auf Grund des 0815 Standortes in die Kategorie Massenware einzuordnen ist. Kenn keinen Fotografen, der nicht mindestens ein Foto von diesem Standort aus gemacht hat. Ist immer wieder schön, wenn man in Ahndel den Deich hoch kommt und man hat ihn endlich ( wieder) vor Augen.

Ehe hier noch mehr Auswüchse kommen, mal einige sachliche Fakten zu Westerhever. Der kleine Ort Westerhever ( keine Stadt !) ist eine Bauernsiedlung , ein Kirchspiel, auf der Nasenspitze der Halbinsel Eiderstedt. Der Leuchtturm wurde auf dem vorgelagerten Sand erbaut und ergänzt als Leuchtfeuer den Kirchturm Westerhever, den es als Landmarke in der Seefahrt als Orientierung gibt. Der Ort besitzt keinen Hafen und hat auch nie einen besessen, die die Bewohner waren / sind Bauern und keine Fischer. Der kleine Tümlauer Hafen zwischen SPO und Westerhever ist inzwischen reiner Sporthafen. Von dort hat man einen sehr guten Blick auf Westerhever. Ein Besuch dort lohnt sich sehr.

Ebenso kann ich nur raten, mal beim nächsten Besuch bei Ebbe ( über Gezeiten informieren !!!) zur Rettungsbake Westerheversand zu gehen. Ist nicht weit, aber man kann nicht so alltägliche Bilder von LT machen. Besonders nachmittags, wenn die Sonne auf ihn scheint.



Der Jürgen, 14.08.2011 alle 16:35

die bearbeitung des fotos ist für mich zweitrangig, weil der zweite schritt. zumeist versuche ich gar nicht viel oder wenn schon, dann richtig :)
hier liegt für mich das problem schon in der aufnahme an sich. es wirkt leer und spannungslos. weite darzustellen kann und sollte m.e. trotzdem die einarbetung eines bezugespunktes beinhalten. der punkt wurde hier mit dem leuchtturm zwar gesetzt, er spielt für die wirkung des bildes jedoch ein zu untergordnete rolle.
für mich ist das kein gutes foto.



Agora Bilddiskussion intensiv, 14.08.2011 alle 18:58

Hier findet eine neue Diskussion statt:
Golden Moment di Agora Bilddiskussion intensiv
Golden Moment
di
14.8.11, 18:55
35 commenti


Die Fotografin Christine Ellger bedankt sich für die Diskussion.




Regina Hübner, 20.08.2011 alle 15:51

Ich muß gerade an eins meiner Lieblingslieder denken:

"Herr, deien Liebe, ist wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus".

Als Kind von der Waterkante, krieg ich direkt etwas Heimweh nach Hause, meiner Schleswig-Holsteinischen Heimat, denn dort ist auch viel Weite auf dem flachen Lande.

Ich bin fasziniert von der Darbietung dieser weiten Landschaft und finde es nicht tragisch, dass der Leuchturm so ganz, ganz weit hinten ist.

LG
Regina



plattfuss182, 22.08.2011 alle 21:36


egal, wer hier über fehlende Buchstaben, große Seeschiffe (die nicht da sind) und sonstiges etwas Fehlendes anmerkt: im Hintergrund sind bauliche Anlagen des Strandes St. Peter; von den vielen Fotos des "berühmtesten "Leuchtturmes der Westküste, ich bin jedesmal begeistert, auch diesmal vom "Weitblick"; Nordsee mal ohne anbrechen der Brandung; TOLL; vielleicht auch, weil meine eigenen Versuche noch weit davon entfernt sind!
Gruß Uwe




Günter von Fleisbach, 28.08.2011 alle 19:10

Auf jeden Fall ein ein Leuchtturm, der auf ungewöhnliche Weise abgebildet wurde. Interessant. Herzlichstt Günter


Georg Reyher, 3.09.2011 alle 11:25

Für mich ein schönes Landschaftsbild des Nordens, zu dem einfach der Titel nicht passt, da der im Gesamtbild doch zu kleine Leuchtturm hier nicht als das Motiv gesehen werden kann.
Grüße
Georg



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