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Und irgendwie wehmütig wurde ich schon an einem Fotoladen in Linköping/Südschweden...
110mm, F 8, 1/60
Von einem gewissen Alter an sind unsere Erinnerungen derart miteinander verwoben,
dass die Sache, die man im Sinn hat, oder das Buch, das man liest, ganz dahinter verschwindet.
Überall hat man etwas von sich ausgestreut, alles ist ergiebig, alles birgt Gefahren in sich,
und ebenso kostbare Entdeckungen wie in Pascals Pensées kann man in einer Seifenreklame machen.
(Marcel Proust, Die Flüchtige S. 190.)
ich hab´s noch nicht angehört, aber ich wette: paul simon:-)
ja, da kommt bei mir nun ausnahmsweise keine nostalgie auf, kann auch gar nicht, denn ich habe nie eine analoge kamera bedient. mein respekt gilt dieser aus heutiger sicht so aufwändigen, zeit- wie geld raubenden art der fotografie allemal. es zählt da noch viel mehr das einzelne bild. was bewundere ich immer unsere analog-fotografeen in dern kursen unserer musik- und kunstschule, wenn sie sich einen ganzen abend lang mit nur einer belichtung in allen möglichen varianten beschäftigen - das hat was, das die digitaltechnik so an intensität sicher kaum bieten kann. aber die liebe ich natürlcih dank ihrer immensen vorteile, und - eben - weil ich gar nix anderes kenne:-))
Der Zelluloidfilm lebt, seit die Erkentnis gewachsen ist, dass die Speicherung auf der DVD oder CD eine vergängliche ist. Ich habe immer Kodachrome verwendet; ihre Farben sind heute noch - im Vergelich Agfa und sonstige - herrlich wie am ersten Tag.
Grüße von Walter
Lang, lang ist es her..und irgendwie stimmt es mich auch ein wenig wehmütig. Stell dir von Dirk, ich habe sogar noch nicht entwickelte Filme. Es würde mich echt mal interessieren, die nach 15 und mehr Jahren entwickeln zu lassen, d.h. wenn es denn noch geht...
auch ich habe jahrzehntelang kodak verwendet...
und meine gute behäbige canon noch nicht dem altwarenhändler angedient...
seufz...
ein wunderschönes (erinnerungs-)foto hast du da gemacht!
vor der x-mal überstrichenen hauswand macht sich die reklame besonders gut!!
gruß, rainer
Also: der Text von diesem Marcel Proust kommt inhaltlich nicht wirklich
bei mir an. Erinnerungen, die durch Dein Foto wach werden, sind
irgendwie klarer - vielleicht eine Frage des Alters? Ich habe zwar
Ilford- und Agfa-Filme bevorzugt, der eine oder andere Kodak-Film kam
aber auch bei mir vor. Sie hat was, die Werbung vergangener Tage ...
ach gott ja, ich fotografierte auch mit kodak.filmen, meist dias. auch hier gilte, jedes hat seine zeit. manchmal die lästige zählerei. "noch zehn bilder, die sollten aber langen". dann war es nach urlauben nicht zuletzt eine geldfrage 100, 200 mark für das entwickeln hinzulegen. da jetzt zu resümieren, das für und wider, weiß nicht. ich denke, unterm strich ist digital unproblematischer, vielleicht geht man auch teils "leichtfertig damit um.
lg günter
Hallo Dirk!
Zu den vielen nostalgischen Anmerkungen,kann ich nur
meine Zustimmung geben,da ich auch früher analog
fotografiert habe.Heute ist die Welt größer geworden
und naturlich auch die Ansprüche.Da reicht eben kein
Kodac-film mehr aus.
LG:Karl-Heinz
na, analog ist doch nicht tot. mir gefällt die beschreibung von stefan gut, so komm ich mir auch manchmal in der dunkelkammer vor. vier stunden und zwei abzüge später...
da steckt wirklich eine lange und auch etwas sentimentale geschichte drin in deinem bild. hier wäre eine solche reklame schon lange durch ein blinkendes 'digitalbilder in 5 min' ersetzt worden ;-)
gruss marco