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Menschen... Portraits, Straßen- und Theaterfotografie
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Fotografie ist weitaus mehr, als nur ein Kommunikationsmittel zur Übermittlung von Information. Die Fotografie im Allgemeinen, das Foto als solches und Farbe interessieren mich nicht, sondern das Leben – die Beziehung, der Austausch des Menschen mit der Welt. Es bereitet mir die größte Freude, im Sucher meines Apparates Rhythmen und Poesie zu entdecken. Es geht dabei um das geheimnisvolle, das Rätsel. Wenn ich es vollständig erklären kann, langweilt es mich...
Ich gehe mit gespitzten Ohren und offenen Augen durch die Welt und sammle Eindrücke. Meine ganze Leidenschaft gilt dem pulsierenden Leben da draußen, das ich so intensiv wie möglich einzufangen versuche. Der kleine, wunderbare Apparat, hinter dem man sich unsichtbar macht, ist dabei lediglich Werkzeug; ein Notizbuch, damit die Momente nicht verloren gehen.
Oft warte ich dabei auf meine Bilder, lasse meinen Motiven Zeit. Manchmal hat man das Gefühl, dass etwas geschehen wird und wartet. Vielleicht wird etwas daraus, vielleicht auch nicht. Man braucht dafür weder Modelle, etwas zu arrangieren oder eine besondere Ausrüstung, abgesehen von einem Blick für das Ungewöhnliche. Es ist ein riesiges Vergnügen, so zu fotografieren. Es ist eine Art Virus, ein Tanz, man nimmt teil. Ich halte nichts von gestellten Bildern. Oder, wie Napoléon es ausdrückt : On s’engage et puis on voit.
Für mich ist der beste Weg, wach und neugierig zu bleiben. Immer aktiv und in Bewegung bleiben, die eigene Sensibilität und den Instinkt einsetzen und sich für alles Sichtbare interessieren. Denn wenn dieses Interesse schwindet, würde es bedeuten, dass die Lebensfreude schwindet. Und dann verblassen auch die Bilder. Denn fotografieren heißt, am Leben teilzunehmen und die einmaligen Momente des Lebens in jeder hundertfünfundzwanzigstel Sekunde auszukosten und festzuhalten.
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On l'a ou on l'a pas... (Henri Cartier-Bresson)
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Theaterfotografie ist schwer verdientes Brot: härteste Kontraste: ständig brennt etwas aus oder säuft völlig ab: in Bühnenbildern wird ja gern mit schwarzem Samt abgehängt, weil das fast alles Streulicht schluckt ..
und die Gaukler grimassieren, damit in der letzten Reihe auch noch kapiert werden kann, worum es mimisch geht: dabei den richtigen Moment zu treffen ist große Kunst ..
würde gern mehr (und etwas größer ;) von dir sehen: hab vor langer Zeit als Beleuchter und Bühnentechniker an der Freien Volksbühne, Berlin, gearbeitet und auch schon selbst an Off-Bühnen iszeniert: Zeitreise also ..
schöne Tage
Matthias